Gesetzgeber will auf Hygienezustände reagieren
Ausgelöst durch den Tod dreier Säuglinge, die in der Mainzer Uniklinik verunreinigte Infusionen erhalten hatten, will der Gesetzgeber nun verstärkt auf die Hygienezustände in deutschen Krankenhäusern achten.
"Wir haben auf dem Gebiet der Krankenhaus-Hygiene ein großes Problem, auf das der Gesetzgeber dringend reagieren muss" äußerte sich FDP-Bundestagfraktionsvize Ulrike Flach gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Jedes Jahr infizieren sich bis zu 600.000 Menschen in deutschen Kliniken mit Krankheitserregern - bis zu 40.000 Patienten sterben sogar daran.
Es häufen sich die kritischen Stimmen, dass die für diesen Bereich zuständigen Länder bislang nur in wenigen Fällen Hygiene-Verordnungen für Krankenhäuser erlassen hätten. Die FDP-Fraktion kündigte daher für den Herbst eine bundesweite Regelung an.