79 % der europäischen Manager sorgen sich um arbeitsbedingten Stress, weniger als ein Drittel ergreift geeignete Maßnahmen
Wie die ersten Ergebnisse der größten Studie zu Fragen der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz zeigen, nimmt die Besorgnis über psychosoziale Risiken wie etwa Stress, Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz zu.
Vier von fünf europäischen Managern äußern Besorgnis über arbeitsbedingten Stress, so die Studie „European Survey of Enterprises on New and Emerging Risks“ (ESENER – Europäische Erhebung unter Unternehmen zu neuen und aufkommenden Risiken). Damit ist Stress am Arbeitsplatz für Unternehmen ebenso bedeutsam (79 %) wie Arbeitsunfälle. Arbeitsbedingter Stress tritt sehr akut auf in Berufen im Gesundheits- und Sozialwesen (91 % der Unternehmen betrachten das Phänomen als einigermaßen oder sehr besorgniserregend) sowie im Bildungswesen (84 %).
„Während die Finanzkrise um sich greift, äußern 79 % der europäischen Manager Besorgnis über arbeitsbedingten Stress. Dieser wird bereits jetzt als starke Beeinträchtigung der Produktivität in Europa bewertet,“ so Jukka Takala, der Leiter der EU-OSHA auf der Konferenz in Barcelona. „Es stimmt jedoch sehr bedenklich, dass trotz der starken Besorgnis, die dieses Phänomen auslöst, nur 26 % der Unternehmen in der EU angemessene Verfahren nutzen, um dem Problem Stress zu begegnen. Die ESENER-Studie betont, wie wichtig es ist, Unternehmen wirksam dabei zu unterstützen, das Phänomen Stress anzugehen. Dies ist von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht sicherzustellen, dass wir über gesunde, produktive Arbeitskräfte verfügen, die die europäische Wirtschaftsleistung und Wettbewerbsfähigkeit letztendlich dringend benötigt.“
Die Studie zeigt auch, dass es 42 % der Befragten aus dem Management für schwieriger halten, psychosoziale Risiken zu bewältigen als mit anderen Sicherheits- und Gesundheitsproblemen umzugehen. Die heikle Natur des Problems (53 %) und das mangelnde Bewusstsein (50 %) sind die stärksten Hemmnisse für einen effizienten Umgang mit psychosozialen Fragen, so die Ergebnisse der Studie.
Quelle und weitere Informationen: Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz
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