Deutschland 
 
 
 
17. August 2010

 

Mehr als doppelt so viele Antidepressiva-Verschreibungen

Berufstätige in Bayern besonders betroffen

Immer häufiger werden deutschen Berufstätigen Antidepressiva verschrieben. Dies geht aus einer aktuellen Sonderauswertung des TK-Gesundheitsreports hervor. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der verschriebenen Antidepressiva mehr als verdoppelt.

 

Statistisch gesehen erhielt jeder Berufstätige 2009 für acht Tage Medikamente zur Behandlung von Depressionen. Frauen erhielten mit 10,5 Tagesdosen deutlich mehr Antidepressiva als Männer, die Medikamente für sechs Tage verschrieben bekamen.

 

Unterschiede ergeben sich auch zwischen den einzelnen Bundesländern: Während die Berufstätigen in Sachsen-Anhalt mit sechs Tageseinheiten das niedrigste Pro-Kopf-Volumen verschrieben bekamen, lag dieser Wert in Bayern bei neun Tageseinheiten. Für Wiebke Arps, Expertin bei der TK, ist dies überraschend:  "Das hohe Antidepressiva-Volumen in Bayern ist vor allem vor dem Hintergrund erstaunlich, dass die Berufstätigen im Freistaat, neben Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt, die wenigsten psychisch bedingten Krankschreibungen haben."

 

Quelle: www.tk-online.de