Deutschland 
 
 
 
25. August 2010

 

Gegen Diskriminierung psychisch kranker Menschen

Mehr Toleranz und Verständnis in der Gesellschaft gefordert

Jeder dritte bis vierte Deutsche erleidet im Laufe seines Lebens eine psychische Erkrankung. Viele Betroffene verdrängen die Symptome aus Scham und Angst vor negativen Reaktionen Ihrer Umwelt. Hilfsangebote werden entweder gar nicht oder erst sehr spät in Anspruch genommen. Dazu Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler: „Psychische Erkrankungen werden auch heute noch in unserer Gesellschaft tabuisiert. Betroffene erleben nicht selten Ablehnung und Ausgrenzung, insbesondere am Arbeitsplatz oder in der Schule, aber auch in Familien oder im Freundeskreis."

 

Das Aktionsbündnis für Seelische Gesundheit hat im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit eine wissenschaftliche Studie zur Wirksamkeit von Maßnahmen zur Enstigmatisierung psychischer Erkrankungen durchgeführt. Den Autoren der Studie zufolge sind Interventionen vor allem dann wirksam, wenn sie neben der Aufklärung über psychische Erkrankungen interaktiven Kontakt zu Betroffenen einschließen. "Maßnahmen zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen müssen effektiv zu einem gesellschaftlichen Klima der Toleranz und des Verständnisses für psychisch erkrankte Menschen beitragen. Die Studie des Aktionsbündnisses liefert eine gute Datengrundlage für die Planung und Steuerung zukünftiger Maßnahmen der verschiedenen Akteure.“ so Rösler

 

Quelle und weitere Informationen: Bundesministerium für Gesundheit