Deutschland 
 
 
 
30. März 2010

 

Frauen werden zukünftigen Strukturwandel aktiv gestalten

15. Dortmunder Forumsgespräch "Arbeiten und Leben im Jahr 2025"

"In Dortmund stehen die Unternehmen im sich verstärkenden Wettbewerb um die kreativen Köpfe. Deshalb müssen sie sich überlegen, wie sie zukünftig junge Frauen und junge Männer gewinnen und in Dortmund halten wollen." Das sagte Birgit Jörder, Dortmunds Bürgermeisterin und Beirats-Vorsitzende des "Dortmunder Forums Frau und Wirtschaft e.V." (dffw), heute zum Auftakt des 15. Dortmunder Forumsgesprächs.

Das Thema "Arbeiten und Leben im Jahr 2025" beschäftigte die über 100 Teilnehmenden des Forumsgesprächs, das dffw und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in den Kulissen der alten Industriekultur der DASA-Ausstellung gemeinsam ausrichteten. Ziel war es, die Erwartungen junger Frauen und Männer an die Arbeit der Zukunft zu beleuchten.

 

"Arbeitsbedingungen, Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitsmarkt werden sich in Deutschland in den nächsten Jahren turbulent und konfliktträchtig entwickeln. Dies hat Auswirkungen auf die zukünftigen Arbeits- und Lebensverhältnisse der heute jungen Menschen", erklärte die dffw-Vorsitzende Dr. Monika Goldmann die Themenwahl. "Die gut ausgebildeten jungen Frauen werden den neuen Strukturwandel aktiv mitgestalten und ihren Platz in der zukünftigen Wissensgesellschaft einfordern."

Vorgestellt und diskutiert wurde auch die Studie "Frauen auf dem Sprung" der Zeitschrift "Brigitte". Sie stellt eine große Entschlossenheit junger Frauen hinsichtlich ihrer Zukunftsplanungen fest. Danach wollen sie unbedingt einen guten Beruf und Karriere - und sie wollen Kinder. Junge Männer haben ähnliche Erwartungen an ihre zukünftige Arbeit wie die jungen Frauen, jedoch ist ihnen immer noch wichtig, mehr zu verdienen als die Partnerin, so die Studie.

"Von meinem Arbeitgeber der Zukunft erwarte ich, dass dort nicht nur ökonomisch, sondern auch sozial gedacht wird", sagte Paula Wiesemann, die Sozialwissenschaften studiert und ihre persönliche Sicht auf 2025 darstellte. Ihr sei es wichtig, einen anspruchsvollen Job zu haben, der ihr Spaß mache und zu ihr passe, der aber auch Zeit für einen Ausgleich, für Freunde, Familie und Privates lasse. "Für die Arbeit im Jahr 2025 hoffe ich, dass sich Politik und Wirtschaft darum bemühen, die Vergabe von befristeten Arbeitsverträgen zu reduzieren", ergänzte Thomas Hensolt, der als Absolvent der Kunstgeschichte und des Modernen Japans und aktuell als wissenschaftlicher Volontär im Museum befristet tätig ist. Für die Zukunft wünscht er sich mehr sichere Arbeitsverhältnisse: "Denn nur durch Festanstellungen können Menschen längerfristig planen, was für die Gründung einer Familie unabdingbar ist und für ein Gefühl der Sicherheit im Allgemeinen sorgt."

 

(Quelle: www.baua.de)