Kann Arbeit psychisch krank machen?
Von Motivation, Schwung und Elan zum psychischen Zusammenbruch - das Burnout-Syndrom ist ein komplexer Prozess, der eine Vielzahl von seelischen, geistigen und körperlichen Beschwerden mit sich bringt. Das englische „burn out“ bedeutet im Deutschen „Ausbrennen“ und geht mit einer zunehmenden Erschöpfung, Überlastung und Leistungsabnahme einher. Typisch sind die Gefühle, dass „einem alles über den Kopf wächst“, man „nicht mehr abschalten kann“ und „völlig ausgelaugt ist“. Bei Burnout handelt es sich nicht nur um Stress, sondern vielmehr um das Gefühl, diesen nicht mehr bewältigen zu können.
„Prinzipiell kann es jeden treffen“, so die Aussage von Dr. Werner Kissling, leitender Oberarzt und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie der Psychiatrischen Klinik der TU München, jüngst in einem Interview mit dem Magazin „Focus“. Psychischen Störungen wird für die Produktivität eines Unternehmens eine immer größere Bedeutung beigemessen. Während man früher häufig davon ausging, dass nur bestimmte Persönlichkeitstypen Burnout gefährdet seien, nämlich die besonders Leistungsorientierten und Ehrgeizigen, zählt Burnout heute schon fast zu einem Volksleiden.
Deutsche Psychiater schätzen, dass bei etwa einem Viertel der Patienten, die aufgrund einer psychischen Störung in Behandlung sind, der Hauptauslöser die Arbeitsbedingungen sind. Kissling sieht insbesondere „die Arbeitsverdichtung, die häufigen Umstrukturierungen und vor allem die Arbeitsplatzunsicherheit bei vielen Arbeitnehmern“ als massive Stress-Faktoren. Daraus könne sich über einen längeren Zeitraum durchaus auch eine psychische Störung entwickeln. Entsprechende Schulungen können Führungskräfte fit machen, Burnout bei ihren Mitarbeitern frühzeitig zu erkennen bzw. dem entgegen zu wirken.
Nähere Informationen bieten auch die Experten der Mitarbeiter- und Führungskräfteberatung der B·A·D GmbH.