Deutschland 
 
 
 
16. Juni 2010

 

Auch IT-Spezialisten in besonderer Weise von Burnout bedroht

Aktueller IAQ-Report zeigt Belastungen in der IT-Wirtschaft auf

Erschöpfung und Burnout in der IT-Dienstleistungsbranche nehmen zu. Nur noch 37 Prozent der befragten IT-Spezialisten glauben, ihre Tätigkeit sei auf Dauer durchzuhalten. Lediglich 29 Prozent können nach der Arbeit problemlos "abschalten", wie eine aktuelle Untersuchung des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen zeigt. Das sollte man nicht ignorieren. Letztlich riskierten die Firmen erhebliche Umsatzeinbußen, wenn diese Mitarbeiter erkranken und ausfallen.

Im BMBF-geförderten Projekt "Demografischer Wandel und Prävention in der IT-Wirtschaft" befragten die IAQ-Wissenschaftler in sieben IT-Unternehmen unterschiedlicher Größe 331 Mitarbeiter. Burnout trifft nicht alle in gleichem Maße. Die Forscher identifizierten fünf Risikogruppen: Bei den "Projekteinsteigern" - meist Berufsanfängern im Projekteinsatz - haben bereits 57 Prozent hohe Burnout-Werte, während dies bei lediglich 13 Prozent der gleichaltrigen Trainees der Fall ist. In den Altersgruppen zwischen 30 und 50 Jahren haben die "Aufsteiger in neue Position" häufig mit Problemen der Rollenfindung und mangelnder Vorbereitung auf die neuen Aufgaben zu kämpfen. Die "Mobilen Beschäftigten", oft "Grenzgänger" zwischen Kunden- und IT-Unternehmen, zeigen ebenfalls zu 67 Prozent hohe Werte. Bei den 40- bis 60-Jährigen sind insbesondere die "Mehrstelleninhaber" und die "Multi-Projektmanager" betroffen. Sie sind quasi "Diener mehrerer Herren" und müssen die Anforderungen der unterschiedlichen Projekte individuell für ihre Arbeit in Einklang bringen und die Termine koordinieren. Als Burnout-Auslöser wurden in der Studie verschiedene psychische Belastungen in der Arbeit identifiziert, die sich wechselseitig verstärken.

Wie die Ergebnisse der Studie zeigen, können arbeitsgestaltende Maßnahmen in der IT-Branche noch erhebliche gesundheitsfördernde Potenziale erschließen, die dazu beitragen, dass die Beschäftigten langfristig gesund und leistungsfähig bleiben.

 

Quelle: IAQ - Institut Arbeit und Qualifikation

 

Unser Tipp: Beugen Sie psychischen Belastungen Ihrer Beschäftigten frühzeitig vor. Die Experten der Mitarbeiter- und Führungskräfteberatung der B·A·D GmbH unterstützen Sie dabei gerne.