Grippewelle sorgt für erhöhten Krankenstand in 2009
2009 stieg bei den 9,7 Millionen AOK-versicherten Arbeitnehmern der Krankenstand im Vergleich zum Vorjahr von 4,6 auf 4,8 Prozent. So die aktuellen Zahlen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Vor allem Krankheiten des Atmungssystems wie die Grippe sind für die Zunahme der Fehlzeiten im vergangenen Jahr verantwortlich. „Ein Viertel aller AOK-versicherten Beschäftigten wurde 2009 mindestens einmal wegen einer Atemwegserkrankung krankgeschrieben“, so Helmut Schröder vom WIdO. Die Höchstwerte der atemwegsbedingten Krankschreibungen liegen im Januar und November 2009 – die Monate, in denen auch die Grippewelle in Deutschland unterwegs war.
Insgesamt waren mehr als die Hälfte der 9,7 Millionen AOK-versicherten Arbeitsnehmer mindestens einmal krankgeschrieben. Die meisten Ausfalltage entfielen auf Muskel- und Skeletterkrankungen (23,0 %), Atemwegserkrankungen (14,0 %), Verletzungen (12,3 %) und psychische Erkrankungen (8,6 %). Neben dem starken Anstieg der Atemwegserkrankungen sind die steigenden Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen verantwortlich für die Entwicklung des Krankenstandes.
Quelle: Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO)