Deutschland 
 
 
 
19. September 2011

 

Büroarbeit kann krank machen

Mangelnde Bewegung führt zu gesundheitlichen Beschwerden

Büroarbeit ist gefährlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA). Gefahr droht im Büro aber nicht nur durch Stress, sondern vor allem durch einen Mangel an Bewegung, der zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann. Denn die Arbeit am Schreibtisch und am Bildschirm belastet Muskeln und Skelett. Fast 80 Prozent der Büroangestellten gaben bei der Befragung an, körperliche Schwierigkeiten zu haben.

Langes Sitzen, hochgezogene Schultern und starre Konzentration auf die Aufgaben am Bildschirm – da bleibt kein Raum für Entspannung und Bewegung. Die Folge: Ellenbogen oder Handgelenke schmerzen, Muskeln sind verspannt, Sehnen im Unterarm entzünden sich. Aber auch von Kopfschmerzen sind viele betroffen. Die Liste der Leiden durch Bewegungsmangel ist groß.

Die Arbeitgeber sollten daher die Büroräume den Bedürfnissen der Mitarbeiter mit entsprechendem Mobiliar und Arbeitsgeräten gestalten. Aber auch die Angestellten müssen selbst vorsorgen: Statische Haltearbeit – z.B. durch verkrampftes Sitzen – kann zu einer Verspannung der Muskulatur und verschiedener Körperregionen führen (z. B. Nacken- und Lendenbereich). Entspanntes und dynamisches Sitzen ist deshalb Voraussetzung für beschwerdefreies Arbeiten. Deshalb sollte sich die reine Bildschirmarbeit mit gehenden oder stehenden Tätigkeiten abwechseln (Wechseltätigkeit) z.B. durch Nutzung höhenverstellbarer Tische. Ist dies nicht möglich, können die Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen Entspannungsübungen für die Rücken- und Nackenmuskulatur machen. Auch in der Mittagspause und nach Feierabend sollte man den Körper z.B. durch Spaziergänge, Joggen oder Fahrradfahren bewegen und so gegen Muskelverspannung & Co. vorsorgen.

Quelle:

http://www.baua.de