Beschäftigte müssen vor gesundheitlichen Schädigungen geschützt werden
Arbeitgeber sind nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter ihre Arbeit leisten können, ohne dass die Gesundheit darunter leidet. Das gilt auch und besonders bei großer Hitze.
Räume mit einer Lufttemperatur von über 35 Grad Celsius sind überhaupt nicht zum Arbeiten geeignet, bei über 30 Grad Celsius sind entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehören Sonnenschutz durch Jalousien, richtiges Lüften, das bereits in den ganz frühen Morgenstunden beginnen sollte, und vor allem Gleitzeitregelungen zur Arbeitszeitverlagerung.
„Wichtig wäre aber auch, zum Beispiel in den Kundenservice-Bereichen, die Bekleidungsregelungen zu lockern“, sagt Dr. Heiko Will, Erster Direktor des Landesamtes für Gesundheit und Soziales.
Besonders vorsichtig sollte man sein, wenn man körperlich schwer arbeitet, noch recht jung, schwanger oder bereits älter bzw. gesundheitlich vorbelastet ist. „Wer beispielsweise unter Bluthochdruck oder Diabetes leidet, sollte das Gespräch mit seiner Chefin oder seinem Chef suchen, um individuelle Lösungen vereinbaren zu können“, empfiehlt Will. Für diese besonders gefährdeten Menschen seien im Übrigen bereits 26 Grad Celsius Raumtemperatur das Maß, bei dem Arbeitgeber tätig werden müssen im Rahmen der Gesundheitsvorsorge. Das gilt auch in gastronomischen Einrichtungen mit Terrassen, an Kiosken usw.
Arbeitgeber können die klimatischen Bedingungen nicht beeinflussen. Sie müssen aber geeignete Maßnahmen zur Vorsorge ergreifen, um die Beschäftigten vor gesundheitlichen Schädigungen zu schützen. Das gilt auch für Arbeitsplätze im Freien: auf Baustellen, in der Land- und Forstwirtschaft und im Gartenbau zum Beispiel.
Trotzdem ist jeder Einzelne gefordert, sich selbst vor Sonne und Hitze zu schützen und Gefahren für die Gesundheit so klein wie möglich zu halten. Hier noch einmal die wichtigsten Maßnahmen:
Quelle: www.lagus.mv-regierung.de
Weitere Tipps und Infos finden Sie auch in der B·A·D-Pressemitteilung "Sommer im Büro"