Wanderausstellung zur Infektionsforschung stößt auf großes Interesse
Die Wanderausstellung "MenschMikrobe - Das Erbe Robert Kochs und die moderne Infektionsforschung“ wird bis 12. März in Tübingen, und damit erstmals in Baden-Württemberg gezeigt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Robert Koch-Institut (RKI) präsentieren in Zusammenarbeit mit der Eberhard Karls Universität (EKU) und dem Universitätsklinikum Tübingen die Ausstellung im Hörsaalzentrum der Tübinger Universität.
"MenschMikrobe" greift mit der Infektionsforschung ein aktuelles Thema auf, wie die EHEC-Epidemie des vergangenen Jahres zeigt. Dabei richtet sich die ebenso fundierte wie lebendig gestaltete Schau an ein breites Laienpublikum und ist auch für Kinder geeignet. Die ästhetisch anspruchsvollen Ausstellungswände aus Glas werden durch Mitmach-Exponate ergänzt, etwa eine virtuelle Pandemie-Simulation, ein Krankenhaus-Modell zum Erkunden von Infektionsquellen oder ein überdimensioniertes Stoffbakterium, das die Wirkungsweise von Antibiotika verständlich macht. Audio-Features erzählen von den sozialen und kulturellen Auswirkungen historischer Seuchenereignisse wie der Pest im Mittelalter oder der Cholera-Epidemie 1892 in Hamburg. Spezielle Kindertexte und eine eigene Kinderstation bereiten grundlegende Zusammenhänge für junge Besucher ab dem Grundschulalter auf.
Ein besonderes Angebot rund um die Ausstellung sind regelmäßige Führungen für Besucher und Schulklassen sowie allgemeinverständliche Abendvorträge von Tübinger Infektionsforschern zu aktuellen Themen der Infektionsmedizin. Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.
Ins Leben gerufen wurde "MenschMikrobe" anlässlich des hundertsten Todestages von Robert Koch, dem Mitbegründer der modernen Bakteriologie, im Mai 2010. An den bisherigen Standorten in Berlin, Bonn, Würzburg, Münster, Hamburg, Jena und München stieß die Ausstellung auf hohes Interesse bei Besuchern und Schulen und zog insgesamt rund 69.000 Personen quer durch alle Altersgruppen an. Nach der Präsentation in Tübingen wandert "MenschMikrobe“ weiter nach Lübeck.
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