Deutschland 
 
 
 
26. August 2010

 

Kniebelastungen vorbeugen

Kataster zu kniebelastenden Tätigkeiten kann helfen

Für bestimmte Risiko-Berufe lässt sich die tägliche Dauer der Kniebelastungen durch Hocken oder Knien ab sofort besser bestimmen und es können gezielt Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Dabei hilft das so genannte GonKatast, ein Kataster zu kniebelastenden Tätigkeiten, das das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) zur Verfügung stellt.

 

GonKatast entstand zusammen mit den Unfallversicherungsträgern, unter anderem mit der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU). Es enthält Beschreibungen und Messwerte zu Kniebelastungen für 16 Berufe und 81 Tätigkeiten, die für diese Berufe typisch sind: beispielsweise das Verlegen und Verfugen von Bodenfliesen für den Beruf des Fliesenlegers. Empfehlungen zur Prävention ergänzen die Information. GonKatast hilft allen, die gezielte Präventionsmaßnahmen planen wollen oder die im Falle einer Erkrankung deren berufliche Verursachung beurteilen müssen.

Bislang existierten kaum valide Daten zu Art und Umfang beruflicher Kniebelastungen, die für zielgerichtete, wirksame Schutzmaßnahmen notwendig sind. Diese Lücke soll nun das GonKatast schließen. Mit den gewonnenen Daten lassen sich Schwerpunkte für die Prävention erkennen, um gezielt dort Abhilfe zu schaffen, wo das Problem am größten ist.

 

Das Kataster in Berichtsform informiert außerdem über Anatomie, Funktion und Erkrankungen des Kniegelenks, beschreibt die Messtechnik und empfiehlt Maßnahmen zur Prävention.

Quelle und weitere Informationen: www.dguv.de

Zum GonKatast