Deutschland 
 
 
 
04. Oktober 2010

 

Harter Winter fordert mehr Wegeunfälle

Umsichtige Fahrweise besonders wichtig

Der harte Winter zu Jahresanfang hat das Unfallgeschehen auf dem Weg zur Arbeit deutlich beeinflusst. Nach vorläufigen Zahlen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen gab es fast 30 Prozent mehr Wegeunfälle im ersten Halbjahr 2010 als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Experten zufolge entfiel der Großteil dieses Anstiegs auf die Wintermonate. Insgesamt ereigneten sich im ersten Halbjahr 120.324 meldepflichtige Wegeunfälle. Ein Wegeunfall liegt dann vor, wenn sich der Unfall auf dem direkten Weg zur Arbeit oder Schule oder auf dem Heimweg ereignet hat. In der gesetzlichen Unfallversicherung ist ein Arbeits- oder Wegeunfall dann meldepflichtig, wenn er zu mehr als drei Tagen Arbeitsunfähigkeit oder zum Tode geführt hat.

"Diese Zahlen machen deutlich, wie wichtig umsichtiges Verhalten bei schlechter Witterung ist", sagte Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).


Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle stieg um 7,2 Prozent auf 458.570. "Wir gehen davon aus, dass dies die sich belebende Konjunktur zu Jahresanfang widerspiegelt", so Breuer. 220 Menschen verloren im ersten Halbjahr aufgrund eines Arbeitsunfalls das Leben, 22 mehr als im Vorjahreszeitraum. 142 Menschen starben bei einem Wegeunfall, 10 weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der neuen Arbeitsunfallrenten sank um rund 2 Prozent auf 7.562, die der neuen Wegeunfallrenten um 2,5 Prozent auf 2.692.

 

Quelle und weitere Informationen: www.dguv.de